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JPG vs. PNG: Welches Format sollten Sie verwenden?

Ein detaillierter Vergleich der Bildformate JPG und PNG – Dateigröße, Qualität, Transparenz und Anwendungsbereiche. Inklusive einer praktischen Entscheidungstabelle.

PixConvert Team

6 min read

JPG vs PNG: Der vollständige Vergleich

JPG und PNG sind die beiden am weitesten verbreiteten Bildformate im Web. Beide werden weltweit unterstützt, lösen aber grundlegend unterschiedliche Probleme. Die Wahl des falschen Formats führt entweder zu unnötig großen Dateien oder zu sichtbaren Qualitätseinbußen. Dieser Leitfaden erklärt Ihnen genau, wann welches Format am besten geeignet ist.

Was ist JPG?

JPG (auch JPEG – Joint Photographic Experts Group) ist ein verlustbehaftetes Komprimierungsformat, das 1992 speziell für Fotos und fotorealistische Bilder entwickelt wurde. Beim Speichern einer JPG-Datei verwirft der Encoder Bilddaten, die das menschliche Auge kaum wahrnimmt – feine Farbübergänge, subtile Texturdetails –, um eine deutlich kleinere Datei zu erzielen.

Hauptmerkmale:

  • Verlustbehaftete Komprimierung – beim Speichern geht ein Teil der Qualität dauerhaft verloren.
  • Unterstützt 16,7 Millionen Farben (24-Bit-Farbtiefe)
  • Keine Transparenzunterstützung (Alphakanal)
  • Hervorragend geeignet für Fotos und Farbverläufe
  • Nahezu universelle Kompatibilität – jeder Browser, jedes Betriebssystem, jeder E-Mail-Client und jeder Drucker unterstützt JPG
  • Kleinere Dateigrößen als PNG für denselben Fotoinhalt

Ein 6 MB großes RAW-Foto, das als JPG mit 80 % Qualität exportiert wird, hat typischerweise eine Größe von 500–900 KB. Dasselbe Bild als PNG wäre 8–15 MB groß. Dieser 10- bis 20-fache Größenunterschied ist für die Web-Performance enorm wichtig.

Was ist PNG?

PNG (Portable Network Graphics) ist ein verlustfreies Komprimierungsformat, das 1996 als patentfreier Ersatz für GIF veröffentlicht wurde. Jedes Pixel bleibt exakt erhalten – egal wie oft Sie die Datei speichern, die Qualität verschlechtert sich nie.

Hauptmerkmale:

  • Verlustfreie Komprimierung – kein Qualitätsverlust
  • Vollständige Alphatransparenz (transparente Hintergründe, teilweise Deckkraft)
  • Ideal für Grafiken, Logos, Screenshots und Bilder mit Text
  • Größere Dateigrößen als JPG für fotografische Inhalte
  • Universelle Browser- und Betriebssystemunterstützung
  • Zwei Varianten: PNG-8 (256 Farben, wie GIF) und PNG-24 (16,7 Millionen Farben mit Transparenz)

Ein als PNG gespeicherter Screenshot eines Browserfensters kann etwa 400 KB groß sein. Derselbe Screenshot, als JPG mit 85 % Qualität gespeichert, wäre nur noch etwa 150 KB groß – allerdings würden bei JPG sichtbare Kompressionsartefakte um den Text herum und scharfe Kanten entstehen, was die Lesbarkeit beeinträchtigt.

Dateigrößenvergleich

Bei fotografischen Inhalten ist JPG in puncto Dateigröße fast immer die beste Wahl:

InhaltstypJPG (80 % Qualität)PNG (verlustfrei)
Landschaftsfoto (2000x1333px)~350 KB~4,2 MB
Porträtfoto (1080x1350px)~200 KB~2,8 MB
Produkt auf weißem Hintergrund~120 KB~600 KB
Screenshot mit Text~180 KB~280 KB
Logo mit TransparenzNicht verfügbar~45 KB

Die Screenshot-Zeile ist aufschlussreich: PNG ist bei Screenshots nur 1,5-mal größer, während JPG-Artefakte den Text deutlich schlechter aussehen lassen. Bei Fotos beträgt der Unterschied das 10- bis 12-Fache.

Qualität: Artefakte vs. verlustfreies Datentransfer

JPG erzeugt Kompressionsartefakte – blockartige Verzerrungen, die besonders an scharfen Kanten, kontrastreichen Übergängen und Text sichtbar sind. Bei hohen Qualitätseinstellungen (85–95 %) sind diese Artefakte in Fotos nicht erkennbar. Bei niedrigeren Einstellungen (50–70 %) werden sie deutlich sichtbar, insbesondere beim Vergrößern.

PNG weist keinerlei Qualitätsverlust auf. Ein als PNG mit 1000 Pixeln gespeichertes Logo sieht bei 1000 Pixeln pixelgenau aus. Ein als PNG gespeicherter Screenshot mit Textüberlagerung bleibt gestochen scharf.

Die praktische Regel: Enthält Ihr Bild scharfe Kanten, Text oder einfarbige Flächen, sind JPG-Artefakte sichtbar. Verwenden Sie PNG. Bei Fotos mit weichen Farbübergängen sind JPG-Artefakte hingegen nicht wahrnehmbar.

Transparenz

Das ist ein wesentlicher technischer Unterschied – PNG unterstützt Transparenz, JPG nicht.

Benötigen Sie ein Logo auf farbigem Hintergrund, ein Produktbild ohne Hintergrund oder ein UI-Element, das andere Inhalte überlagert, benötigen Sie PNG (oder WebP). Beim Speichern eines transparenten Bildes als JPG werden die transparenten Bereiche je nach Software weiß oder schwarz aufgefüllt.

Wenn Sie eine JPG-Datei haben und Transparenz benötigen, ist der Arbeitsablauf wie folgt: JPG in PNG konvertieren, dann in Ihrem Design-Tool bearbeiten, um Transparenz hinzuzufügen.

Browser- und Geräteunterstützung

Beide Formate werden von nahezu allen modernen und älteren Browsern, Betriebssystemen, E-Mail-Clients und Mobilgeräten vollständig unterstützt. Dies ist im Jahr 2026 kein Unterscheidungsmerkmal mehr.

Schnellentscheidungstabelle

SzenarioJPG verwendenPNG verwenden
Foto für eine WebseiteJa
Logo oder SymbolJa
Screenshot mit TextJa
Foto aus sozialen MedienJa
E-Mail-Anhang (Foto)Ja
Bild mit transparentem HintergrundJa
Produktfoto auf weißem HintergrundJa
Design-Asset oder QuelldateiJa
Textüberlagerung auf dem BildJa
Bannerwerbung mit Grafik + FotoJa

Wenn JPG gewinnt

  • Fotografien jeglicher Art – Natur, Porträts, Essen, Reisen, Architektur
  • Webbilder, bei denen die Ladezeit entscheidend ist E-Mail-Anhänge – kleinere Dateien bedeuten schnelleres Senden und weniger Speicherplatz im Posteingang.
  • Uploads in sozialen Medien – die meisten Plattformen komprimieren die Dateien ohnehin neu, daher ist es in Ordnung, mit einer kleineren Datei zu beginnen.
  • Jedes Bild, bei dem keine Transparenz erforderlich ist und der Inhalt fotografisch ist

Wenn PNG gewinnt

  • Logos und Markenelemente – scharfe Kanten müssen scharf bleiben
  • Screenshots – insbesondere alles mit UI-Text oder Code
  • Transparenz erforderlich — Produktausschnitte, Overlays, Wasserzeichen
  • Designarbeiten und Exporte aus Tools wie Figma oder Illustrator
  • Bilder mit Text — PNG sorgt dafür, dass der Text in jeder Zoomstufe lesbar bleibt.
  • Quelldateien, die Sie wiederholt bearbeiten werden – verlustfrei bedeutet keinen Qualitätsverlust über Generationen hinweg.

Der Workflow zur Formatkonvertierung

Ein typischer Arbeitsablauf: Sie erhalten Produktfotos im JPG-Format, die E-Commerce-Plattform benötigt jedoch eine Version mit transparentem Hintergrund. Schritte:

  1. Konvertieren Sie die JPG-Datei mit PixConvert in eine PNG-Datei.
  2. Öffnen Sie die PNG-Datei in Ihrem Editor und entfernen Sie den Hintergrund.
  3. Exportieren Sie die endgültige Version als PNG, um die Transparenz zu erhalten.

Und nun in die andere Richtung – Sie haben PNG-Screenshots, die Sie per E-Mail versenden möchten, ohne dass die Dateien zu groß werden:

  1. PNG in JPG konvertieren mit PixConvert bei 85 % Qualität
  2. Die Dateigröße sinkt um 50–70 %, ohne dass ein sichtbarer Qualitätsverlust bei fotografischen Bereichen auftritt.

Zusammenfassung

JPG ist das Standardformat für Fotos. Es erzeugt deutlich kleinere Dateien ohne wahrnehmbaren Qualitätsverlust bei fotografischen Inhalten. PNG ist das Standardformat für alles andere – Grafiken, Logos, Screenshots und alles, was Transparenz oder pixelgenaue Schärfe erfordert.

Im Zweifelsfall: Enthält das Bild Transparenz oder Text? Verwenden Sie PNG. Handelt es sich um ein Foto? Verwenden Sie JPG. Müssen Sie das Format wechseln? Nutzen Sie den JPG-zu-PNG-Konverter oder PNG-zu-JPG-Konverter von PixConvert – kostenlos, sofort und Ihre Dateien verlassen Ihr Gerät nicht.